Peter Trabner
Annette Frier
Kai Wiesinger
Emma Bading
Elvis Clausen
Pfeil

Auf geht's!

ab 10. August im Kino

trailer

der film

Bei Mike (Peter Trabner) läuft´s alles andere als rund: Wohnung weg, Job eine Einbahnstraße und zu allem Übel schlägt sein kleines Loser-Herz immer noch für Ex-Frau Claudia (Annette Frier). Für ihn ist es nur eine 9-jährige Beziehungspause, für Claudia ist er jedoch eine Katastrophe auf zwei Beinen. Zumal sie seit Jahren mit Thomas (Kai Wiesinger) liiert ist und ein spießiges Vorstadtleben führt. Als die gemeinsame Teenie-Tochter Hannah (Emma Bading) plötzlich beschließt zu ihrem Dad zu ziehen, steckt Mike in der Bredouille. Wo sollen sie bloß hin? Notgedrungen geht’s auf einen Campingplatz, wo zu Mikes Entsetzen noch Hannahs heimlicher Freund Otto (Elvis Clausen) auftaucht. Chaos ahnend, macht sich auch Claudia auf den Weg … das Durcheinander ist perfekt, doch Mike wittert seine zweite Chance...

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interviews

INTERVIEW MIT REGISSEUR NICO SOMMER

Wie sind Sie auf die Idee zu Ihrem Film LUCKY LOSER gekommen?
Der erste Ursprungsgedanke war eine lebendige Komödie um einen Loser-Vater und seine rebellische, aber liebenswerte Tochter zu machen. Mich hatte gereizt, den „Unterschichtenvater“ mit der „Oberschichtenmutter“ kollidieren zu lassen. Und so kamen dann auch später die anderen Figuren mit den anderen Milieus zustande. Lucky Loser entwickelte sich weiter und wurde komplexer, hat sich damit letztlich aber auch breiter aufgestellt, als Komödie. Mike als Figur wiederum stand früh fest und es war auch klar, wer sie spielt. Dreimal dürfen Sie raten ... (lacht)

Mit Peter Trabner haben Sie mittlerweile das dritte Mal zusammengearbeitet. Was macht die Arbeit mit ihm so besonders?
Peter Trabner hängt sich voll rein. Er bereitet sich intensiv vor und macht sich wahnsinnig viele Gedanken, auch im ganz Kleinen, was die Figur anbelangt. Er hatte z.B. in einer Waschstraße in Berlin vorher gearbeitet, um ein bisschen Routine in den Filmberuf zu kriegen. Das hat er allein von sich aus gemacht. Das gefällt mir. Bei unserer dritten Zusammenarbeit gab es den Unterschied des ausgeschriebenen Drehbuchs, woran man auch nicht mehr viel rütteln konnte, auch wegen der wenigen Drehzeit, die wir zur Verfügung hatten. Hier war die Schwierigkeit für uns beide, die Möglichkeiten, die Lücken zu suchen, wo man improvisieren kann, um eine Prise Frische herzustellen. Ich denke, wir haben das gut hinbekommen. (lacht)

Wie würden Sie denn die Hauptfigur Mike mit ihren eigenen Worten beschreiben?
Weiches Herz mit rumpeliger Schale.

Und die Rolle von Claudia – gespielt von Annette Frier?
Eine temperamentvolle Frau mit strengem Blick, mit der Sehnsucht nach innerer Ausgeglichenheit, um Karriere und Familie zu vereinbaren.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Annette Frier und wie haben Sie das Zusammenspiel des Cast erlebt?
Wir hatten Annette Frier das Drehbuch zukommen lassen und als sie erfahren hat, dass Peter Trabner an Board ist und wir jede Gelegenheit zur Improvisation als zusätzliches Tool nutzen wollen, war sie dabei, so einfach. ;) Was den gesamten Hauptcast angeht, bin ich sehr stolz und happy, Emma Bading, Kai Wiesinger und Elvis Clausen gewonnen zu haben. Ich finde, es ist uns gelungen eine schöne Homogenität zu erzeugen, eine glaubhafte Truppe zusammenzustellen, der man glaubt, dass sie zusammengehört. Genauso freut mich, dass wir tolle Schauspieler für unsere „Minirollen“ gewinnen konnten, wie z.B. Ursula Werner oder Andreas Hoppe. Das macht mich sehr glücklich.

Worauf darf sich das Publikum freuen?
Auf gute Unterhaltung mit scharfen humorigen Sprüchen, verpackt in einer Mumblecore-Mainstream-Romantic-Comedy. Und vielleicht gibt’s ja eine Fortsetzung ... mal sehen.

Interview mit Paul Nkamani

Wie war Ihre erste Begegnung mit Regisseur Jakob Preuss?
Wir haben uns zufällig in Marokko getroffen. Ich war am Anfang ein bisschen vorsichtig, da ich nicht genau wusste warum er diesen Film bzw. diese „Bildungsarbeit“ machen will oder was er damit beabsichtigt. Aber mit der Zeit hat er uns gut erklärt, warum er diesen Film macht und warum er mich begleiten will. Seitdem haben wir zusammen weitergemacht – bis heute.

Der Film fokussiert sich auf Sie und ihre persönliche Geschichte. Weshalb haben Sie sich dazu entschieden, sich von Jakob Preuss begleiten zu lassen? Hatten Sie auch Bedenken, sich auf das Projekt einzulassen?
Er ist zwar persönlich – aber eigentlich gibt es viel mehr Dinge auf die natürlich nicht alle im Film eingegangen werden können.
Ja, ich hatte auch ein bisschen Angst, mich auf das Projekt einzulassen, ich kann nicht sofort jemandem, den ich nicht kenne, vertrauen. Man muss ein bisschen aufpassen. Aber es war für mich vor allem eine Gelegenheit etwas zu sagen und unsere Perspektive zu erzählen. Die Situation z.B. in dem Wald in Marokko war und ist bis heute nicht so gut für die Menschen, die dort campieren. Dadurch hatte ich die Möglichkeit mehr von uns zu erzählen und über diese Situation zu informieren, um unsere Realität und unsere Perspektive zu erklären und aufzuzeigen, weil es leider zu viele Klischees darüber gibt. Viele wissen nicht, warum Menschen aus Afrika nach Europa kommen und welche Gründe sie antreiben. Es wird zu wenig darüber und vor allem zu wenig miteinander gesprochen, dadurch sind die Leute zu wenig informiert.

Wie würden Sie ihr Verhältnis zu Jakob Preuss heute beschreiben?
Anfangs hatten wir eine Beziehung zwischen einem Protagonisten und einem Filmemacher. Mit der Zeit, hat sich unsere Beziehung auch ein bisschen weiterentwickelt und ist freundschaftlicher geworden. Zum Beispiel wohne ich jetzt bei seinen Eltern und kann schon so sagen, dass wir Freunde geworden sind und dass wir uns gegenseitig vertrauen. Dadurch fühlt es sich schon fast wie eine Familie an.

Der Film zeigt, welche Schwierigkeiten Sie auf ihrem Weg nach Deutschland hatten und dass auch jetzt ihre Zukunft in Deutschland noch ungewiss ist. Würden Sie alle Entscheidungen wieder so treffen?
Das ist nicht so einfach zu beantworten. Mein Weg war nicht so leicht, zum Beispiel war ich durch diesen Unfall im Meer traumatisiert und habe schlechte Zeiten erlebt. Bis heute bin ich nicht frei – nicht in meinem Kopf und auch generell nicht.
Dazu kommt, dass ich noch immer auf die Entscheidung der Behörde warte, ich weiß nicht wer die Entscheidung trifft und warum. Und auch meine jetzige Arbeit im Pflegeheim macht mir viele Sorgen – manchmal mehr manchmal weniger. Ich habe eigentlich großes Glück und kann nichts bedauern.
Europa ist jedoch nicht das Paradies, wie die Leute immer meinen. Ausländer werden nicht so akzeptiert, besonders nicht wenn sie aus Afrika sind. Sie haben eine bestehende Meinung über Afrikaner und man muss kämpfen, um Anerkennung zu finden und etwas zu erreichen. Es ist alles nicht so leicht für uns.

Welchen Rat würden Sie ihren Familienmitgliedern in Kamerun oder Personen, die in einer ähnlichen Situation sind wie sie vor 4,5 Jahren, geben?
Ich habe zwei oder drei Freunde die auch diesen Weg nehmen wollen aber ich habe ihnen gesagt, dass es nicht geht und sie diesen Weg nicht einschlagen dürfen. Ich habe selbst diese Erfahrung gemacht und kann es keinem empfehlen. Erstmal ist der Weg alles andere als einfach - ich habe gesehen wie die Leute in der Wüste und im Meer gestorben sind. Dazu kommen das Leben im Wald, das auch nicht einfach war und Probleme mit der Polizei in Marokko und Algerien. Es ist sehr schwer und wenn man dann in Europa ankommt, wird man nicht akzeptiert. Seit zwei Jahren bin ich jetzt schon hier und meine Situation ist noch immer unklar – man muss kämpfen um zu leben. Irreguläre Migration kann ich keinem empfehlen.
Bei uns ist es so, die Leute die schon in Europa angekommen sind, erzählen nicht die Wahrheit. Sie verstecken immer die schlechte Seite und zeigen nur die schönen Bilder auf facebook, mit schönen Frauen und mit großen Autos. Auch wenn sie in einer Höhle leben, können sie nicht zeigen wo sie leben, sondern zeigen eher schöne Bilder von schönen Straßen. Deswegen wollen die anderen auch hierher kommen, sie sehen nur die schönen Bilder, aber wenn sie herkommen, sehen sie hier die Realität und bedauern ihre Entscheidung. Ich zeige den Leuten nicht die Klischees, sondern das was für mich die Wahrheit und die Realität ist, damit jeder für sich selbst entscheiden kann, ob das gut ist oder nicht bzw. ob man das trotzdem machen möchte. Dadurch kann meine Erfahrung vielleicht auch denjenigen helfen, die nach Europa reisen möchten.

Wie würden Sie ihre aktuelle Situation in Deutschland beschreiben?
Meine aktuelle Situation ist nicht so einfach, ich muss jeden Tag kämpfen. Zum Beispiel gibt es bei meiner jetzigen Arbeit auch Diskriminierung und ich werde nicht immer gut behandelt. Das ist nicht so einfach. Aber Jakobs Familie hilft mir sehr, moralisch und auch finanziell haben sie mir sehr geholfen. Dafür bin ich sehr dankbar! Sie sind sehr nett zu mir und da ist zum Glück alles gut.

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft? / Wie stellen Sie sich ihre Zukunft vor?
Ich wünsche mir nur ein bisschen Freiheit. Vor allem, dass ich verstehe warum welche Entscheidungen getroffen werden in der Behörde und dass sich meine Situation aufklärt, ob ich hierbleiben darf oder nicht. Wenn ich hier bleiben darf, kann ich meine Arbeit weitermachen und auch danach meine Zukunft organisieren. Aber jetzt habe ich noch keinen Plan, weil ich nicht sicher bin, wie sich meine Situation entwickeln wird. Ich würde mir also wünschen, dass ich bald eine Entscheidung bekomme und dass ich eine positive Entscheidung erhalte.
Ich habe alles verloren, als ich meine Familie vor fünf Jahren verlassen habe. Daher habe ich in Kamerun keine Zukunft mehr, hier bin ich jetzt schon angekommen und habe Arbeit.
Ansonsten würde ich gerne unsere Situation und Beweggründe erklären, darüber sprechen und informieren. Ich würde mir wünschen, dass die Vorurteile gegenüber Afrikanern abgebaut werden und Menschen auch mehr mit uns sprechen bzw. ein Austausch entsteht.

cast & crew

Cast

Mike

Peter Trabner

Claudia

Annette Frier

Hanna

Emma Bading

Thomas

Kai Wiesinger

Otto

Elvis Clausen

Crew

Regie

Nico Sommer

Drehbuch

Nico Sommer

Kamera

Thomas Förster

Montage

Nico Sommer, Carlotta Kittel BFS

Ton

Tim Stephan

Sounddesign

Manuel Laval

Redakteur

Christian Cloos

Producerin

Katharina Possert

Produzent

Boris Schönfelde

Cast

Mike

Peter Trabner

Claudia

Annette Frier

Hanna

Emma Bading

Thomas

Kai Wiesinger

Otto

Elvis Clausen

Crew

Regie

Nico Sommer

Drehbuch

Nico Sommer

Kamera

Thomas Förster

Schnitt

Nico Sommer, Carlotta Kittel

Ton

Tim Stephan

Sounddesign

Manuel Laval

Redakteur

Christian Cloos

Producerin

Katharina Possert

Produzent

Boris Schönfelde

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Wie heißt der neue Freund von Tochter Emma?

a.) Horst b.) Otto c.) Walter

preise

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Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss ist der 31.10.2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Preise möglich. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der farbfilm verleih GmbH.
*Teilnahmebedingungen Kurzurlaub.de: Der Gutschein ist bis 06.10.2018 gültig. An- und Abreise sind nicht im Preis enthalten. Reisezeitraum nach Verfügbarkeit. Finale Absprachen werden mit dem Veranstalter getroffen.